Der von vielen Verantwortlichen als Geheimfavorit gehandelte TSV Pressath musste im Derby gegen den Meisterschaftsfavoriten SVSW Kemnath vor über 110 Zuschauern eine deutliche 1:4-Heimniederlage hinnehmen. Dabei erwischten die Gastgeber einen perfekten Start und gingen durch Dominik Rau früh in Führung. Pressath zeigte in der Anfangsphase gute Ansätze, doch im Verlauf der Partie übernahmen die Gäste immer mehr das Kommando. Noch vor der Pause gelang Andrii Kovalov der Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel machte Kemnath seine spielerische Überlegenheit dann auch auf der Anzeigetafel deutlich. Martin Pasieka traf doppelt, und auch Kovalov machte den 4:1-Endstand perfekt. Der TSV Pressath konnte dem Druck der Gäste in der zweiten Halbzeit nur noch wenig entgegensetzen. Pressaths Trainer Daniel Käß war nach der Partie entsprechend enttäuscht, stellte aber klar, dass die Niederlage gegen einen starken Gegner grundsätzlich keine Überraschung sei. Gleichzeitig kritisierte er die Leistung seiner Mannschaft im zweiten Durchgang deutlich. Man habe nicht mehr das eigene Spiel aufgezogen, zu wenig Ballbesitz gehabt und im Spiel mit dem Ball zu mutlos agiert. Dadurch habe man Kemnath zu viele Räume gegeben und eine Mannschaft mit dieser Qualität ins Rollen gebracht. Dabei habe der frühe Führungstreffer gezeigt, dass durchaus etwas möglich gewesen wäre. Pressath habe Kemnath kalt erwischt, das entstandene Momentum aber nicht konsequent genutzt. Vor allem nach der Pause habe dann die Hoffnung gefehlt, noch etwas Zählbares mitzunehmen. Auch die starken Paraden des eigenen Torhüters hätten letztlich nicht verhindern können, dass die Niederlage verdient ausfiel.
Kemnaths Trainer Klaus Schinner war dagegen hochzufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Sein Team habe die Anfangsphase klar bestimmt, lediglich die Chancenverwertung sei ein Kritikpunkt gewesen. Normalerweise hätte Kemnath bereits früh in Führung gehen müssen. Nach dem überraschenden Rückstand habe man jedoch sofort wieder die Kontrolle übernommen und über die gesamte Spielzeit nicht den Eindruck vermittelt, die Partie noch aus der Hand zu geben. Besonders lobte Schinner die körperliche Verfassung seiner Mannschaft. Kemnath habe konsequent nach vorne gespielt, immer wieder Druck aufgebaut und das Pressing erfolgreich umgesetzt. Gleichzeitig zeigte er Respekt vor dem Gegner und betonte, dass Pressath mit dem vollständigen Kader sicherlich ein anderes Gesicht zeigen werde.
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